Darknet: Polizei überführte Täter durch Fantasieadressen

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Die Polizei überführte einen Mann aus Hechingen, der seine Drogensendungen aus dem Darknet mit Fantasieadressen erhielt. Mitarbeiter einer Postfiliale fielen…

wenn man so die begründung des gerichts durchliest, muß man sich schon fragen, wie richter in speziellen fällen so denken?!
wie kann man denn eine „erfolgreiche“ drogentherapie anführen, wenn im anschluß daran drogen bestellt werden? :rofl:
erfolgreich sieht meiner meinung nach anders aus!

die fehler, welche der shop beim versenden gemacht hat, deutet wohl auch eher auf anfänger bzw. einen „kiddie-shop“ hin!
wechselnde verpackungseinheiten, sowie ein fake-adressen generator sollte bei solcher ware wohl der standard sein! :wink:

Naja, man gilt erst als Konsument, wenn Drogenkonsum nachgewiesen wird, durch Blut-, Schweiß oder Urintest. Wenn somit bei jedem angeordnetem Test kein Drogen im Körper nachgewiesen werden, kann man nicht als derzeitiger Konsument angesehen werden. Das gilt natürlich für jeden Test, der nach der Therapie gemacht wurde. Somit war die Therapie ja rechtlich schon erfolgreich. Es gibt natürllich genug Möglichkeiten seinen Konsum beim Test zu vertuschen, aber das muss auch erstmal bewiesen werden.

Wo der Angeklagte wirklich Glück hatte, dass seine Tat nicht als versuchter Handel sondern als Gefallen für seine Kumpels behandelt wurde. Aber auch bei Drogenbestellungen im Internet sollte immer eine echte Absenderadresse angegeben werden, damit die Post nicht mißtrauisch wird. Und wenn man aller zwei Wochen seinen Name am Briefkasten ändern, ist für die Post natürliich auch verdächtig.

Bei Drogenbestellungen im Internet muss man schon das Risiko eingehen, seine richtige Adresse und eine echte Absenderadresse anzugeben. Bei einer neutralen, unverdächtigen Verpackung wird von der Post gar nicht geschaut, was wirklich drin ist. Hier gilt ja auch das Postgeheimnis.

Schauen da nicht eh die LKA-Mitarbeiter bei den Verteilungszentren wie Köln etc. rein anstatt die Deutsche Post?

Da müssten die aber einen Verdacht haben. Oder glaubst du, dass die LKA-Mitarbeiter oder der Zoll jeden Tag Mitarbeiter in der Postverteilungszentrale haben? Das ist doch viel zu viel Aufwand, bei 5-10.000 Briefen täglich.

Bei Päckchen ist es auch ziemlich unwarscheinlich, dass diese jeden Tag von den Behörden auf Drogen oder anderen illegalen Artikel gecheckt werden. Es müsste dann schon direkt von der Post ein Verdacht nahe gelegt werden, die Post für eine bestimmte Adresse oder mit einem verdächtigen Absender zu kontrollieren. Und dafür braucht man auch erstmal einen richterlichen Beschluss.

Wie gesagt, das Briefgeheimnis gilt im allgemeinen erstmal für jede Sendungsart…

Wenn der Sender und Empfänger es clever machen, kann man sich jede Woche Drogen an seine Adresse schicken lassen. Es muss halt immer drauf geachtet werden, dass die Briefe neutral und sicher verpackt sind. Bei Crime Networks gibts doch Versand-Dealer, die das schon seit paar Jahren machen und bisher noch nichts aufgeflogen ist. Kann man auch an deren guten Kunden-Kritiken lesen

Ich bin der Meinung, dass Drogenbestellungen per Post (geringe Menge) genauso sicher ist, wie wenn man zum Dealer um die Ecke geht. Das Risiko besteht halt immer, beim Strassendealer ist es das Risiko der Observierung und beim Versanddealer, dass bei vergangenen Sendungen was aufgefallen ist.

Illegale Geschäfte sind ja immer irgendwie mit einem gewissen Risiko verbunden. Aber ich denke, jeder halbwegs clevere Käufer und Verkäufer ist sich des Risikos bewusst und verhalten sich dementsprechend auch so.