Kleiner Pulvershop: Betreiber des europaweiten Stores vor Gericht

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Sieben Angeklagte aus Sachsen-Anhalt stehen seit dem 11. Oktober vor dem Stendaler Landgericht, da sie den Onlinehandel „Kleiner Pulvershop“ im…

1,5 jahre. 750.000€ Erlös?
und dann nur durch einen Zufall aufgeflogen?
das klingt ja sehr verlockend.

DIe Frage ist, wie hoch letzendlich der Gewinn war… 750.000 hört sich erstmal viel an, aber davon muss ja vorallem der Hauptlieferant erstmal bezahlt werden.
Aber gut werden die trotzdem damit verdient haben, wenn der Packer jede Woche nen Tausender bekommen hat. Und dann muss man sich auch erstmal 13 Anwälte leisten…

In solchen Fällen kommt aber das Beste immer erst zum Schluss. Wenn die Typen irgendwann entlassen sind, kommt ne saftige Rechnung vom Finanzamt, zwecks der Umsatzsteuer. Bei 750.000 EUR wären das über 100.000 EUR an Steuernachzahlung.

Ne Ratenzahlung geht da natürlich nicht, weil das Geld aus illegalen Geschäften stammt. Und das kann auch 30 Jahre tituliert werden. Hört sich krass an, ist aber so…

Ich kenn einige Dealer denen das so ergangen ist. Haben schön brav ihre Strafe abgesessen, dachten cool, alles vorbei ich bin Frei, bis dann das Finanzamt kam und die Steuern nachforderte.

Wie könnte man sowas denn verhindern?

Soll man bei der Steuererklärung „Erlöse aus Drogengeschäften“ angeben?

Wohl kaum.

Das kannste nur verhindern indem man nicht erwischt wird… Aber so ist es nunmal, wenn man das ab einem bestimmten Umsatz gewerblich betreibt. Und wenn man wegen gewerblichen Drogenhandel verurteilt wird, dann hat man theoretisch Steuern hinterzogen, weil man das nicht wie jeder andere Geschäftsmann beim Fiskus gemeldet hat.

Finde nur ich sowas absurd?

Bei allen mir bekannten Leuten, die wegen sowas vorm Richter waren, haben die Anwälte diesen Finanzamtskäse aber irgendwie abgebügelt, frag mich nich wie, aber es musste keiner diese „Steuerschulden“ zahlen.

Bei „Kleinkriminellen“ wird das Verfahren über Steuerhinterziehung gerne mit Verweis auf die vorherige Verurteilung eingestellt, oder mit einer Bewährungsstrafe abgehandelt.
Bei den hier vorliegenden Summen kommen 2 Klatschen, bei einer Verurteilung. Die recht neue Abschöpfung der illegal erwirtschafteten Beträge. Jeder der Verurteilten haftet komplett für die gesamte Summe. Also Erlöse abzüglich Einkauf / Kosten. Der Betrag wird vom Gericht per Sofort eingezogen. Kannste nicht zahlen, wird der Aufenthalt mit frei Kost und Logis noch länger.
Bei den hier genannten Summen werden um die 300K Steuer fällig. Für die Steuerhinterziehung gibt es nochmal einen drauf, da abgetrennter Straftatbestand, und die ist ebenfalls zu tilgen.
Ja, der Gesetzgeber möchte schon deutlich machen: Straftaten dürfen / sollen sich nicht lohnen.

1 Like

Ich sag nur „Steuer-CDs“…hust…Hehlerei…hm…kopfkratz

Und der Staat, der das pöse pöse Verbrechergeld dann einzieht, profitiert davon natürlich null.