Palantir Gotham: ein Überwachungsalbtraum in Händen der Polizei

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Die Beschreibung der Datenbank- und Ermittlungssoftware Palantir Gotham klingt wie eine Eier legende Wollmilchsau. Die Softwarelösung ist dazu in der…

Was ich bei der Bumsbude Palantir so bemerkenswert finde, ist die wirtschaftliche Vita der Firma! Seit fünf Jahren versuchen sie den Gang an die Börse zu schaffen und bekommen es einfach nicht geschissen!
In den 16 Jahren ihres Bestehens haben sie es nicht einmal geschafft ihr selbst gestecktes Gewinnziel zu erreichen…Renomierte Wirtschaftsmagazine wie z.B. das Manager-Magazin, die Wirtschaftswoche, Wallstreet-Journal etc. pp. sagen sogar aus, dass Palantir jedes Jahr in diesem Zeitraum hoch defizitär arbeitete, jenseits jeglichen Profits!!!
Die letzte Schätzung des Firmenwertes allerdings, berechnet von der Investmentbank Morgan Stanley, sagt aus, dass der Wert von Palantir bei einem Börsengang 2020 zwischen 36 bis 41 Milliarden US-Dollar liegen würde ?!?

Auch die Kultur im Unternehmen mit den 2000 Angestellten, die im Schnitt 30 Jahre alt sind, soll problematisch sein. Demnach sollen Mitarbeiter der defizitären Firma luxuriöse Benefits gewöhnt sein, etwa dreizehngängige Lunch-Menüs mit Hummer und Sashimi. Im letzten Moment noch Business-Class-Flüge zu buchen, sei ebenfalls üblich gewesen. Als Speck vom Frühstücksbuffet gestrichen wurde, gab es firmenweit Protest, intern bekannt als „Bacongate“. CEO Alexander Karp versucht sich jetzt daran, das Ruder herumzureißen, damit es mit einem Börsengang zumindest 2020 mal klappt… :fu:

Erzähle nicht sowas, sonst möchten die Freiberufler bei der Tarnkappe demnächst auch Hummer und Sushi haben. :wink: Der nächste Bacongate ist in der Mache…

HUMMER ?!

ODER HUMMER !?

mmmhhh…nehme beides, Reihenfolge egal - hauptsache kurz nacheinander !!! :wink:

Maria, ihm schmeckt’s nicht. :wink:

Es ist soweit !!

Hessens Covid-19-Krisenstab nutzt bald Software des US-Unternehmens Palantir, um den Überblick über die Corona-Krise zu behalten. Das bestätigte das hessische Innenministerium der SZ. Das Programm, das der Krisenstab einsetzen will, heißt „Foundry“. Es handelt sich um eine so genannte Datamining-Software. Wie andere Programme von Palantir führt auch dieses Daten aus verschiedenen Quellen zusammen, um Verbindungen zwischen Informationen zu ziehen, die Menschen in kurzer Zeit nicht sehen könnten. In seiner Ursprungsversion wurde Foundry für Unternehmen entwickelt, um etwa ihre Lieferketten zu analysieren.

Nun soll es die Covid-19-Pandemie praktisch in Echtzeit darstellen, erklärte ein Sprecher des hessischen Innenministeriums: „Der Landeskrisenstab plant die Nutzung einer Software der Firma Palantir, um allgemein zugängliche Informationen, wie die Verteilung von Infektionen mit dem Coronavirus, Bettenkapazitäten oder die Versorgung mit Schutzausstattung in einem umfassenden Lagebild darzustellen.“ So solle die aktuelle Situation schnell bewertet werden und „Hilfe und Material dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden“.

Ein Beispiel, wie Foundry während der Pandemie genutzt werden soll: „Wenn beispielsweise die Infektionszahlen in einem Kreis mit erhöhter Altersstruktur und bereits hoher Auslastung der stationären Einrichtungen stark ansteigen, kann so frühzeitig die Entscheidung getroffen werden, vorgeplante Versorgungseinrichtungen zu aktivieren und die erforderliche Schutzausstattung bereitzustellen.“

Die Software greife nicht auf „individualisierte Person- oder Patientendaten“ zu. Ihr Einsatz sei mit dem hessischen Datenschutzbeauftragten abgestimmt. Palantir betont stets, man halte sich wegen der sensiblen Daten, die mit der Software verarbeitet werden, an besonders hohe Datenschutzstandards. Nicht Palantir, sondern nur die Kunden selbst hätten Zugriff auf „ihre“ Daten.

In einer Stellungnahme Palantirs an die SZ erklärte das Unternehmen, Behörden könnten „den Datenbestand für Kapazitätsplanung, Ressourcenallokation, Szenarienplanung und Exit-Strategien nutzen“. Zum geplanten Einsatz in Hessen äußerte es sich nicht. Zu Kunden dürfe man nichts sagen. Daten in Foundry seien gut geschützt, durch „granulare Zugriffskontrollen, Anonymisierung, sichere Speicherung und Löschung sowie umfassende Auditierungs- und Aufsichtsfunktionen“.

So etwas war leider zu befürchten. Wo es Möglichkeiten gibt, werden diese früher oder später auch genutzt. Ich war so frei und habe bei VIPs Posting den Link der SZ eingefügt.