Tor-Exit-Node: Razzia bei Schüler in Niederbayern

#1

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Vergangenen Dienstag führten fünf Mitarbeiter der Kriminalpolizei bei einem 18-jährigen Schüler eine Hausdurchsuchung durch. Wegen des Verdachts auf Verbreitung von kinderpornografischen Werken nahm man ein Smartphone, ein Laptop ohne Festplatte und das Gerät der Mutter mit. Letzten Dienstag stand nachmittags bei einem niederbayerischen Schüler die Polizei vor der Tür. Begründet wurde die Maßnahme mit dem…
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#2

“Die hätten nie bei mir sein dürfen, eigentlich. Weder die ermittelnden Beamten der Kripo, noch der Staatsanwalt oder der Richter hatten überhaupt einen Plan, was ein Tor-Server macht.”

gg. Google noch nicht erfunden bei denen? Warum kann bei denen niemand das Internet bedienen? Wo ist bitte das problem dabei, sich kurz zu informieren, wie das TOR Netzwerk funktioniert? Da versteht man eigentlich sofort, was da passiert.

Die andere Frage wäre da noch, weshalb man einen Server mit rl Daten mietet und dann einen TOR Node hostet… Ich betreibe nun 4 Jahre einen Node auf einem anonym bezahlten Server (Zahlung mit mixed LTC über VPN + TOR) und habe keine Problem. Wüsste auch nicht, warum ich einem Hoster wie Hetzner meine persönlichen Informationen offen legen sollte.

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#3

Ich versuche mal logisch vorzugehen. Wenn die die IP-Adresse des Servers haben, wäre es ja am sinnvollsten, da vor Ort vorstellig zu werden. Die können ja kaum wissen, dass das eine Tor Exit Node ist. Das würde sich im Rechenzentrum dann aber sehr schnell klären. Ist auch extrem unwahrscheinlich, dass der KiPo-Downloader ohne weitere Schutzmaßnahmen im Internet unterwegs war. In dem Fall schauen die Beamten sowieso in die Röhre. Wer so einen Dreck macht, weiß zumeist sehr genau, wie er sich schützen kann.

So. Wenn dann die Untersuchung des Servers im RZ nichts erbracht hat, kann man ja den Betreiber als Zeugen vorladen. Wird auch nichts bringen aber das klingt in meinen Ohren viel sinnvoller, als einfach alles zu Hause zu beschlagnahmen.

Warum die Anmeldung bei Hetzner inklusive der Realdaten? Ganz einfach, weil es legal ist. Nicht jeder hat Lust, etwas Illegales zu tun, nur weil man etwas zu mehr Anonymität im Internet beitragen will. Das Konstrukt mit dem Verein als Mieter (siehe Zwiebelfreunde etc.) finde ich von daher sehr sinnvoll. Sollte es knallen, trifft es lediglich das Vereinsvermögen. Aber soweit ich weiß, ist noch kein Betreiber einer Exit-Node verurteilt worden, weil Dritte Mist darüber verzapft haben.

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#4

Und anonym bei einem Hoster mit LTC einen Server mieten ist illegal? Wäre mir neu. Solange der Hoster einen Namen hat auf den er eine für dich Rechnung ausstellt + seiner Steuerpflicht nachkommt, ist doch alles gut. Ich persönlich sehe absolut keinen Grund für ein Hosting mit realem Namen.

btw. Müssen die KiPos ja aus dem clear net geladen worden sein. Anderenfalls hätten die Ermittler den TOR node wohl nicht identifizieren können. Hätte die KiPos irgendwo im TOR gelegen, hätte nur ein Honypot oder DPI auflösen können, über welchen Node tatsächlich auch die entsprechenden Daten geflossen sind (Hetzner DPI Skandal weiter befeuern :smiley: ).

Die durchsuchung bei dem Kollegen zuhause wäre, wenn allen beteiligten klar gewesen wäre was ein TOR Node ist, komplett überflüssig gewesen.

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#5

Wenn man verfolgt, was sie so treiben, dann könnte man einfach sagen, daß sie absolut nicht wissen, was sie da überhaupt tun. Das wirkt so konfus, hilflos und unbeholfen wie beim Teenager, der zum ersten Mal Sex hat.^^

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#6

bzgl. des lahmen Tempo der Behörden:

Mein ehemaliger Mitbewohner hat im März 2018, ohne meine Einwilligung, Cannabisharz auf meinem Namen im DarkNet bestellt (bin kurz vorher ausgezogen, mein Name war also noch am Briefkasten).
Die Polizei hat sich erst am 28.12. bei mir gemeldet und meine Aussage wurde erst im Januar aufgenommen… fast ein Jahr später

Kein Wunder, dass sie nicht die wirklich großen Fische erwischen

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#7

Es ist aber nicht illegal einen Server mit falschen Daten zu mieten.
Egal was man kauft etc., es ist nach Dt. Recht absolut legal es mit falschen Daten zu machen.
Solange man zahlt, ist das nicht strafbar.

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#8

Legal und strafbar, das sind aber zwei Paar Schuhe. Also theoretisch betrachtet zumindest.

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#9

Die Durchsuchung dient der Sicherung von Beweisen. KiPo ist Strafrecht. Werden bei der HD keine Beweise gefunden (woher auch) ist die Sache erledigt. Die Geräte werden zurückgegeben (dauert aber) und dann das verfahren beendet.
So etwas ist aber normal, da die Polizei ermittelt. Sie kann nicht unterscheiden woher der Traffic kam.

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#10

Aber das hätte man herausfinden können im Rechenzentrum. Und auch, mit welcher IP-Adresse der tatsächliche Täter sich verbunden hat. Oder zumindest die IP-Adresse seines VPN-Anbieters etc.

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