Twitter-Accounts wegen Namensnennung eines Kinoportals gesperrt

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Den privaten Twitter-Account @lsobiraj und den von Tarnkappe.info hatte man beide deaktiviert, weil wir in einem Beitrag den Begriff Kinox.to…
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Twitter hat die Ansprüche von Sony Pictures nicht mal im Ansatz kontrolliert. Die Ermahnung geschah offenkundig automatisch. Das mag ja in vielen Fällen ausreichend sein, in unserem Fall halt eben nicht.

…Jetzt ist genau das passiert, was ich und viele andere User in der Vergangenheit prophezeit hatten!! Ein schlecht programmierter Bot, eingesetzt von einer obskuren Firma, im Auftrag eines Dritten nimmt sehr starken Einfluss bzw. trifft im Vorfeld somit unerklärliche, falsche Aussagen!
Der Auftraggeber (Twitter) setzt deswegen resultierend Mahnungen und Sperren ein, die letztlich aber niemand wirklich vertreten möchte, da dies einer uns unbekannten Software entspringt!
Ich bin nur mal gespannt, welche Ausreden in einer eventuellen Antwort der verantwortlichen Firmen enthalten sind?
Es wird dabei wohl auf das „Es kann ja mal passieren - Prinzip“ hinauslaufen, was natürlich in einem solchen Fall keine echte Antwort darstellt!!
:-1:

Der hat bis dato nicht reagiert und ich gehe auch von keiner Reaktion aus. Spannender wird aber, wie man mit meinem Einspruch umgehen wird.

„Die Ermahnung geschah offenkundig automatisch. Das mag ja in vielen Fällen ausreichend sein, in unserem Fall halt eben nicht.“
Das ist genau der Punkt der die Spreu vom Weizen trennt. Tarnkappe hier irgendwelche „Verbreitungsabsichten“ zu unterstellen ist schlicht absurd. Wo kommen wir denn sonst hin?! Wenn die „Die Zeit“ über einen Mörder/Vergewaltiger/Kinderschänder oder die animalischen Vorlieben von Erdogan berichtet, wirft man ihnen ja auch keine Beihilfe vor. Absurd!

„Und nein, das Wort „grotesk“ hat nicht der Berliner Manuel Bonik in den Mund genommen. Er hat mit dem ganzen Copyright-Gedöns schon seit Monaten nichts mehr am Hut.“

Lieber Lars,

es freut mich ja (fast) immer, wenn mein Name irgendwo genannt wird. Nett, dass Du ihn noch erwähnst.

Aber: Ich bin durchaus noch mit dem Thema beschäftigt und halte es auch nicht für „Gedöns“ (legst Du mir in den Mund). Richtig ist, dass es einen langweilen kann. Zum x-tausendsten Mal irgendwelche Links aufspüren, Captchas (gratis für die Autoindustrie) lösen, Links in Tabellen eingeben und sie unter irgendeiner DMCA-Adresse abmelden, die Abmeldung überprüfen etc.

In einem etwas allgemeineren Sinne: DMCA/Notice-and-Takedown-Verfahren ist mit viel Arbeit verbunden, der Link ist dann weg, und das war es dann auch schon. Keine Kläger, keine Beklagten, keine Richter, und fast keine Kohle für die Durchführung des Verfahrens. Aber eben extrem langweilig. Blümchen-Sex statt Abmahnanwalts-wildes-Vögeln-im-Geldspeicher.

Nochmal anders: Wir bieten da eine Dienstleistung an, für Geld, nicht aus Vergnügen. Will aber kaum jemand haben, und sei die Not auch noch so groß. Verlage gehen den Bach runter? Millionen und Milliarden futsch?.- Ist den Verlags-Mitarbeitern doch völlig egal! Ich habe inzwischen sogar schon x Mal gepostet, wie man das selber macht, ganz ohne unsere Mithilfe, gratis. Aber das wäre ja mit ARBEIT verbunden und mit ein, zwei Bemühungen zu verstehen, was DMCA etc. ist. Da beauftragt man doch lieber irgendwelche Anwälte; Hauptsache keine Beschäftigung mit der Thematik. Mit DMCA lassen sich (noch) die meisten Copyright-Probleme billig, einfach und zeitnah lösen. Will aber keiner haben, ich vermute aus Faulheit, kann aber Bestechung oder berufsspezifische Projektionen nicht ausschließen.

Lieblingsbeispiel natürlich der Börsenverein des deutschen Buchhandels, dessen Funktionäre meistens Juristen sind und die sich m.E. nichts vorstellen können, dass man Copyright-Probleme per DMCA relativ leicht lösen kann, nur dass es, wie gesagt, eben langweilige Arbeit ist und Juristen dabei nichts verdienen, und sowas können sich Juristen vermutlich nicht vorstellen. - Ich mir schon, und ich habe dem Börsenverein viele Jahre dargestellt, wie man die Probleme durch DMCA in den Griff kriegt (so macht es ja auch der Verband der britischen Verleger). Da wurde in einer Weise verdrängt, Kommunikation verweigert (z.B. mit mir), Verlage in irgendwas (z.B. die GVU) reingequatscht, dass es schon was von einer Verschwörung hat. Berufsspezifische Projektionen oder eben doch einfach: Korruption? Ich weiß es nicht. Aber würde es gerne wissen und arbeite daran, die Leute zu treffen, wo es richtig weh tut. Da wird Autoren, Verlagen und dem sogenannten „freien Internet“ aktiv geschadet.

Lars, Du weißt, dass Leute wie Du oder ich nicht auf entsprechende Podiumsdiskussionen eingeladen werden. Einfache und kostengünstige Lösungen, aber eben ohne Anwälte - wäre ja noch schöner! Mein Illusionsbudget ist erschöpft, aber netter werde ich deswegen auch nicht.

Nein, das Thema ist mir nicht egal geworden.

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