Ziggo dreht seinen Kunden das Usenet ab, BREIN jubelt

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Der niederländische Kabelnetzbetreiber Ziggo stellt für seine Internet-Kunden am 01. April den hauseigenen Zugriff auf das Usenet ein. Die Piratenjäger…

Das Dumme ist halt nur, dass die Inhalte des angepriesenen „reichhaltigen Angebots“ der legalen Dienste weit verstreut sind. Manche Serien sind exklusiv bei Netflix, wieder andere nur bei Amazon Prime, bei Apple TV oder oder oder…

Von der Tatsache einmal ganz abgesehen, dass sich die Filmwirtschaft weiterhin standhaft weigert, ihre Verwertungskette aufzubrechen, um die Kino-Premieren zeitgleich online zu vermarkten. Gäbe es neue Kinofilme online zu leihen oder zu kaufen, würden das viele Nutzer machen, selbst wenn das Material DRM-verschlüsselt und ohne Dolby Surround Sound daherkommen würde. Aber nein, das will man seit jeher nicht.

Wer einen umfangreichen Zugriff auf Filme und TV-Serien haben möchte, müsste sich bei diversen Streaming-Anbietern anmelden und man würde ihn dann gleich mehrfach zur Kasse bitten. Von daher finde ich den im Beitrag eingebetteten Tweet sehr passend.

Bei den Musik-Streamingdiensten sieht es besser aus. Aber auch da sind die Labels mehr oder weniger zu ihrem Glück gezwungen worden. Alles sehr traurig. Die Rechteinhaber wollen einfach nicht mit der Zeit gehen und bezahlen Piratenjäger, damit die mit den bösen Bedürfnisbefriedigung der Bevölkerung Schluss machen sollen…

Ghandy:
Quark und Quark und Quark.

Fast alle Nutzer kennen ddl-warez.** und serienjunkies.*** und hd-source.** und und und.

Und genau dort bekomme ich das reichhaltige Angebot.
Niemals bei Amazon, nicht bei Netflix und auch nicht bei [hier bitte legalen SteamingAnbieter eintragen].

Also bezahle ich nur meinen Multihoster.
Problem gelöst.
Und genau diese Meinung werden die Produzenten im Jahr 2136 auch haben.
Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

GUTEN ABEND DER HERR
mäßige deinen ton sonst biste erstmal auf pause :wink: lg volume

Das Problem für die Rechteinhaber ist mit Deinem Multihoster-Account aber eben nicht gelöst. Wieso meine Ausführungen Quark sein sollen, darauf gehst Du gar nicht erst ein. Nun ja…

Sehe ich genauso. Die Hochzeiten von Netflix sind vorbei, wo man vieles noch dort bekam und es fast schon ausgereicht hat, wenn man ein Netflix-Abonnement besaß. Mittlerweile publizieren (vor allem) Netflix, aber auch andere Anbieter, Unmengen an (schlechten) Eigenproduktionen, von denen die meisten kaum eine zweite Staffel erreichen. Größere Rechteinhaber gründen eigenen Portale und so führt uns der Weg wieder zurück zu diversen Portalen oder ins Usenet. Ich denke auch nicht, dass sich in naher Zukunft viel daran ändern wird, da das Geschäftsmodell ja bis dato funktioniert und die breite Maße wird man nie davon überzeugen können, „Gegenmaßnahmen“ zu ergreifen, die den Firmen aufzeigen würde, dass ein Umschwung notwendig ist, um weiterhin deren Kassen zu füllen und dem Kunde im Zuge dessen Besserung zu bringen. Eine Win-Win-Situation, die eben nur dann eintreten würde, wenn es weiterhin Geld in die Kassen spült und unumgänglich wäre.

Das Ding ist halt, dass die Kinokassen seit Jahren laut klingeln, daran hapert es nicht. Das könnte man an deren Stelle ja so interpretieren, dass sie alles richtig machen. Ich finde viele neue Serien von Netflix wirklich gut, manches ist leider sehr platt. Ich finde eigentlich immer genug gute neue Serien, um noch bei Netflix zu bleiben.

Man sollte bei dem Ganzen auch nicht aus den Augen verlieren, dass der Markt der SVoD-Anbieter gerade in Deutschland und Europa noch ein sehr junger Markt ist! Am Beispiel von Netflix gesehen:

Deutschland 16. September 2014
Österreich 16. September 2014
Schweiz / Frankreich / Belgien / Luxemburg September 2014

Die Niederländer hatten es ein knappes Jahr vorher (2013) und die Briten 2012. Das wären dann explizit bei uns ca. 5,5 Jahre, die wir Deutschen mit Netflix bisher in Berührung kamen! Das ist also noch nicht sehr lange. Ich vermute deshalb, dass Netflix im Speziellen sich in DE noch an die Geschmäcker „herantastet“ - einfach, um zu schauen, was hier auf dem Markt alles geht und was auch nicht!?
Desweiteren sollte man aber auch mal überdenken, was bei der Masse an Angeboten in dem Bereich, überhaupt noch bei den Konsumenten zeitlich guckbar ist!
Wenn man das Angebot mal aufrechnet aus klassischem TV, sowie IPTV inklusive der vielen anderen Zusatzdienste, Mediatheken etc. plus der zusätzlichen Angebote aus dem VoD und SVoD-Bereichen, stellt sich doch einfach mal die Frage: Wer soll das alles in welchem Zeitrahmen überhaupt geschafft bekommen? Heisst im Ergebnis, dass wir jetzt schon ein völliges Überangebot haben! Schlußendlich wird also die Qualität entscheidend sein, und somit werden es am Ende nur ein paar wenige Player sein, die den deutschen Markt bedienen werden, um diese Qualität zu liefern… :wink: