Schießt PropellerAds den Graubereich ab?

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Der Digital-Vermarkter PropellerAds verlangt neuerdings Ausweiskopien von seinen Kunden. Die Anbieter aus dem Graubereich werden allerdings am kürzlich eingeführten KYC-System des Anbieters wenig Freude haben. Tunny, der diverse Portale des Graubereichs betreibt, geht davon aus, dass der Werbevermarkter PropellerAds wahrscheinlich mehr als die Hälfte seiner Kunden im Webwarez-Sektor akquiriert hat. Diese Kunden wird man wohl…

Update vom 26.03.2019: Wir erhielten vorhin eine E-Mail von einem namentlich nicht genannten Mitarbeiter des Unternehmens. Auf diverse Fragen ging man nicht ein. Die E-Mail lautet übersetzt:

Jeder Publisher (Betreiber einer Webseite) akzeptiert unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wo Sie den folgenden Punkt finden:

6.7. Hiermit erklären und garantieren Sie, Propeller Ads alle Unterlagen oder gleichwertige Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die für die Identifizierung der Parteien, die Feststellung der rechtlichen Tatsache und die Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus diesem Vertrag erforderlich sind, und zwar innerhalb von 15 Werktagen ab dem Datum der Anfrage. In bestimmten Fällen können wir alle Zahlungen zurückhalten, bis wir von Ihnen die entsprechenden Unterlagen erhalten. https://propellerads.com/terms/#pub-6

Dient einzig dazu die Daten mit World-Check abzugleichen ob man auf einer Liste wie einer Terrororganisation etc. steht.

Dann gibt es eine einzige Überweisung und die Konten der betreffenen Personen sind alle dicht.

Jeder Werbeanbieter wird KYC kurz oder langfristig einführen damit er keinen Besuch von Interpol/Europol oder dem FBI bekommt weil er solche Organisation finanziert.

Und soweit ich weiß betrifft es derzeit nur PropellerAds Konten die über Bankkonten auszahlen lassen.

Btw: PopAds nutzt KYC mittlerweile auch.

Kann sein, allerdings könnte man die Betreiber dann damit super identifizieren, sollten sie sich nicht nochmals extra gegen eine Aufdeckung (Strohmann etc.) abgesichert haben.

Wenn ich das alles richtig sehe, so hat PropellerAds in der kürzlichen Vergangenheit doch eher sehr viel Mist bei seinen “Kunden” gebaut, als sich an seine eigenen Regeln zu halten. Es kam wohl in den letzten Monaten vermehrt zu unseriösen “Abzocke-Maßnahmen”, die vielleicht soweit gingen, dass nun entsprechende Behörden auf den Verein aufmerksam geworden sind!? Dabei geht es nicht nur darum, dass über PropellerAds diverse Schadsoftware nachgewiesenermaßen verbreitet wurde, sondern auch über die teilweise völlig unseriösen Geschäftsgebarden des Unternehmens. Siehe hier z.B.

https://buywebsitetrafficreviews.org/propellerads-reviews/

Darüber hinaus kann ich sonst hier nur den Vorrednern zustimmen, dass die Vorgehensweise von PropellerAds und ähnlichen Anbietern völlig beabsichtigt stattfindet, um den eigenen Hintern somit aus der Beobachtung zukünftig herauszuhalten! IMO würde es sonst keinen ernsthaften Grund geben, das bisher bestehende und gut funktionierende Geschäftsmodell von jetzt auf gleich aufzugeben!
Ist halt die Frage, ob PropellerAds in der Zukunft seine wirtschaftlichen Ziele ohne den “Graubereich” überhaupt noch erreichen kann, sprich mit Werbung auf “legalen” Internetseiten. Denn ich denke, dass es im legalen Bereich genügend Werbeunternehmen gibt, welche dort etabliert sind. Die werden bestimmt nicht darauf warten, dass so ein Mitbewerber aus dem “halbseidenen Millieu” sich in deren Gebiet breit macht und dann große Töne spuckt!

Dem Verfasser des ursprünglichen Blogbeitrages wurde der Account gesperrt, somit war’s das auch mit einer Auszahlung. Ist doch praktisch für Propeller Ads, oder? :wink:

Tjaaaa, umgekehrt wäre für denjenigen weitaus besser gewesen - also erst Auszahlung und danach die Sperrung!! :wink:
Aber genau dieses Verhalten seitens PropellerAds ist ja das, was nicht nur in diesem einen genannten Forum von den vielen Nutzern bemängelt wurde. Stellt sich nach wie vor die Frage, warum das Ganze so abgezogen wird, das es für jeden offensichtlich erscheint - kann ja nur noch Kalkül dahinterstecken!