GVU hat beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz beantragt

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Echt jetzt?

Quelle: 1.4.2020 :smiley:

Ich glaube kaum, dass das Verbraucherschutzforum Berlin derartige Scherze macht, zumal ich das eh gehört habe.

Tja, seltsam, irgendwie scheint das Thema Internetpiraterie (zur Zeit) kaum jemanden in Deutschland zu interessieren. Frei nach Tucholsky: Die größten Probleme der Menschheit wurden dadurch gelöst, dass man sie einfach vergessen hat.
Aber das letzte Wort ist da nicht gesprochen. Einstweilen finde ich es gar nicht so gut, dass unsere Firma quasi keine Konkurrenz mehr hat.

Soweit ich informiert bin, hat die GVU aber keine DMCA Notice and Takedown-Verfahren gemacht. Denen ging es primär um die Aufdeckung der Indentität der Täter und somit um die Strafanzeige, die danach gestellt wurde. Ihr wart auch investigativ unterwegs, aber ich sehe da schon große Unterschiede…

Eurer Firma wird dasselbe Ende wie der GVU drohen weil keinerlei Erfolge vorzuweisen sind. Ihr lasst Dateien per Dcma löschen, paar Stunden später sind sie wieder online. Und das ganze beginnt von vorn. Ich könnte wetten die Urheber die euch mit Löschungen beauftragen, verlieren mehr Geld als sie dadurch verlieren das ihr Werk im Internet steht. Und die Menschheit hat weitaus größere Probleme als Piratie.

Und wer erinnert sich nicht gerne an die alten Zeiten ?!!? :rofl: :rofl: :rofl:

http://anonymous-never-forget.blogspot.com/search/label/Anon%20Deutsch

OHHH MEIN GOTT…die Site gibts ja immer noch ! Seit 8 Jahren kein Traffic ! :wink: :upside_down_face: :facepunch:

Von wegen abgeschaltet. Das war doch nur eine DDoS-Attacke, wenn ich mich recht erinnere???

Da beschwerst du dich aber beim Falschen !! :joy:

Im Ăśbrigen kam eine gute DDoS Attacke im Jahr 2012 bei einem GVU-Server einer Abschaltung gleich! :wink:

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Webseite ist schon down. Leitet jetzt nur noch auf die WP-Anmeldeseite um.

gvu-online.de hat man ja schon vor Monaten gekickt.

Sind sie es leibhaftig, Herr Bonik?
Ich glaube man wird in Zukunft verstärkt Rechenzentren oder ISPs unter Druck setzen. Wir sehen ja, wie leicht mittlerweile DNS Sperren vorgenommen werden können. Das wird wohl auch weiterhin das Mittel zum Zweck bleiben. In meinen Augen hat sich die deutsche warez Szene sowieso selbst ins aus geschossen, als alle auf diesen Streaming Hype aufgesprungen sind. Aber das ist nur meine Definition der Ereignisse.

War es in der Tat.

Ich kann den Account von @ManuelBonik bestätigen, er ist es live und in Farbe.

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Ja, bin ich. Aber das könnte jetzt natürlich auch jeder Troll sagen. Immerhin: Lars und ich haben uns in den letzten Jahren kennen und sehr schätzen gelernt. Als Spezialist ist man ja mithin ziemlich einsam. Also: Falls der Admin jetzt nicht total durchdreht, bin ich das schon.

Muss ich mich für meine Existenz rechtfertigen? - Im Sinne von: Bin ich ein Söldner der Abmahnindustrie? - Wir haben immer nur Notice and Takedown gemacht (übrigens immer noch), Links runtergenommen, nie jemanden persönlich belangt. Wenn man so will: die Rechte von Künstlern und Wissenschaftlerinnen verteidigt (auch mit eigenem Hintergrund als Künstler und Wissenschaftler), auch wenn die existierenden Verwertungswege ihre Fragwürdigkeiten haben. Die werden übrigens nicht lustiger werden, wie ich vermute. Als wir (Oswald Wiener, Robert Hödicke und ich) vor rund 20 Jahren unsere „Elementare Einführung in die Theorie der Turing-Maschinen“ (Wien/New York: Springer Verlag 1998) geschrieben haben, haben wir dafür noch Honorar gekriegt. Als Springer vor ca. 5 Jahren auf Andreas Schaale und mich zukam, ob wir nicht ein „Handbuch der Internetpiraterie-Bekämpfung“ o.ä. schreiben wollen, und ich dann meinte, nun ja, da geht es ja um viel Geld und unser Geschäftsmodell und was sie so rausrücken würden, kam Schweigen auf. Heute musst du wohl in der Regel zahlen, wenn du als Wissenschaftler was publizieren willst.

Konsequenz (auch eben wegen Piraterie) ist dann „Open Publishing“ (oder wie das gerade heißt). Was als Wort so warm und sharing daher kommt, heißt halt auch, dass du für wissenschaftliche Publikationen dich vor allem um Sugardaddies und Blowjobs kümmern musst. Die Unis und Bibliotheken sollen bezahlen, den Vertrieb übernehmen gratis die Piraten. Warum sollte man noch irgendwas „schützen“? (Kommt auf das Geschäftsmodell des jeweiligen Verlags an. Und z.B., damit deine Inhalte nicht verfälscht publiziert werden - aber das ist eine spezielle Spezialistendiskussion.) Moralisch habe ich also mit meiner Existenz keine Probleme.

Wie gesagt, wir haben es jahrelang versucht (und machen das immer noch ein bisschen), aber sind in unserem heroischen Kampf gegen viele Wände gelaufen. Aktuell haben sich anscheinend die Juristen durchgesetzt, wo das Geschäftsmodell auf Klagen gegen Einzelpersonen setzt. Sollen sie mal machen, ist nicht meine Welt. Ich sag mal: „Ja, mach nur einen Plan …“ (Brecht/Weill). SciHub oder YouTube kriegen das doch kaum auch nur mit. Bei z.B. s.to oder kinos.to könnte man mit Notice and Takedown ja auch viel erreichen, aber ach: Wer nicht will, der hat schon.

Im Senegal machen sie jetzt Beatmungsgeräte aus dem 3D-Drucker. Blueprints … - Ach, das Thema Internetpiraterie wird nicht einfach verschwinden.

Tja, die Wirtschaft wollte damals alles digitalisieren um einen Haufen Geld aus kaum Arbeit zu machen, da muss man sich nicht wundern, dass bis heute und bis ans Lebensende der Menschen alles kopiert wird. die take downs bringen euch auch nicht sondernlich viel, wenn automatisch geschrieben scripts den stuff sofort wieder hochupen.

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Ich kann dir da nur teilweise recht geben. Ja, damals wurden Audio-CDs verkauft, obwohl man die Schallplatten schon im Orginal daheim hatte. Aber es wird nicht nur digitalisiert, weil man damit noch mehr Geld verdienen kann. Es werden digitale Downloads angeboten, weil man sonst wenig bis gar nichts mehr verkaufen kann, siehe Musik. Die Musikindustrie hatte zeitweise rückläufige Umsätze von bis zu 40%. Leider haben sie über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung verpennt, jetzt ist es fast schon zu spät. Kein Wunder, dass branchefremde Firmen bei Streams (Spotify) als auch digitalen Downloads (Amazon & Apple etc.) das Ruder übernommen haben und die Preise mitbestimmen!

Ob bei wissenschaftlichen FachbĂĽchern so viele Scripts am Werk sind, bezweifel ich jetzt einfach mal ins Blaue hinein, dafĂĽr ist der Bereich viel zu klein und speziell. Belletristik kriegst Du damit sowieso nicht weg vom Fenster, aber bei den wissenschaftlichen Werken sieht die Welt doch anders aus.

DMCA Notices zu verschicken, finde ich auf jeden Fall 1.000 Mal besser, als die eigenen Kunden mit teuren Abmahnungen zu überziehen und daraus ein Geschäftsmodell zu machen. SciHub und die anderen Seiten vom Z-Library Project kriegt niemand mit Klagen vom Tisch, die haben sich gut abgesichert. Technisch wie auch juristisch.

Und die GVU? Die hätten sich längst umstellen müssen, um auch zivilrechtlich vorgehen zu können. Wie heißt der Spruch so schön? Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

So einfach ist das.

Na man weiĂź ja nie, auf wen man so trifft! Ich war nur anfangs ĂĽberrascht diesen Namen hier zu lesen.

Höchstens ein bisschen, kaum der Rede wert.

Also die Reupload scripte der Upper ordentlich am laufen gehalten? :smiley:

Und das ist auch richtig UND wichtig! An dieser Stelle auch meinen Respekt fĂĽr diese Arbeit. Es muss einem Kampf gegen WindmĂĽhlen gleich kommen. Das Springer fĂĽr die Ausarbeitung so eines Handbuches kein Geld ausgeben wollte, wundert mich ehrlich gesagt kaum.

In meinen Augen kann man - gerade die E-Book Piraterie - nur bekämpfen, indem man den einzelnen Konsumenten darauf aufmerksam macht, dass hier für den Schaffenden ein wirklich großer Schaden entsteht.

@0Salz84x19 Ja, deswegen fand ich auch die Werbung in den Kinos gut. Mit Abschreckung kriegste die Leute nicht dazu, sich in den Kinosaal zu bewegen. Da müssen schon andere Argumente heran. Für mich ist es einfach nicht das gleiche, mir etwas auf dem Fernseher oder Monitor bzw. im Kino anzuschauen. Gut, jetzt während der Corona-Pandemie ist sowieso wieder alles anders…

Das Argument mit dem Schaden und der damit einhergehenden Vernichtung bzw. Verarmung von Kultur, das wäre was. Aber keine Ahnung, wieso der Branchenverband der Verlage (Börsenverein des Deutschen Buchhandels) auf den Zug nicht merklich gesprungen ist. Ich zumindest habe von einer solchen Kampagne nichts mitbekommen und ich bewege mich viel im Internet…

Ich habe hier in den letzten Jahren schon so einiges gepostet.

Teils gibt es diese Skripte, teils sind sie ein Mythos, um unsere „nette“ Arbeitsweise (Notice and Takedown) zu diskreditieren und die Geschäftsmodelle der Abmahnanwälte etc. zu stärken. Falls man Laien (Justitiare, den Börsenverein etc.) verwirren möchte, klappt der ziemlich gut. Auch Firmen, die behaupteten, man könne Links - trotz Captchas - vollautomatisch in relevanter Größenordnung herunternehmen (erinnert sich noch jemand an Attributor?), waren zeitweilig recht erfolgreich mit diesem Bullshit.

Um es mit diesem in letzter Zeit so populären, angeblich von Albert Einstein stammenden Zitat zu sagen: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Man kriegt schon Ergebnisse, die sich ja auch darstellen lassen, man kriegt schon „Sümpfe trockengelegt“. Nicht alles, aber einiges, und da lässt sich die Ersatzrate durchaus beziffern. Mir persönlich wäre es zu blöd, mich über Jahre mit komplett Sinnlosem zu beschäftigen, auch nicht für Geld; da ist mir meine Lebenszeit zu schade, und ich habe reichlich Alternativen. (Freilich gibt es auch im Bereich des Sinnvollen Dinge, die einen irgendwann ermüden, z.B. Captchas zu lösen [und dabei noch gratis für die Autoindustrie zu arbeiten]).

So ein Handbuch wäre gleichfalls sinnvoll gewesen. Dann hätte sich unser Geschäftsmodell halt erledigt gehabt, aber für Geld - warum nicht. Ich habe über viele Jahre die Ersatzraten sehr vieler Verlage (gerade auch Nicht-Kunden) monitoriert, und da lassen sich durchaus Hausnummern angeben, und es geht manchmal um ziemlich viel Knete. Leider ist Rechenschwäche ein weit verbreiteteres Phänomen, als man so denkt, und das sogar bei naturwissenschaftlichen Verlagen, BWLern etc. Wir haben denen immer wieder gesagt: Nehmt unsere technische Dienstleistung oder, besser noch, backt euch In-house-Pirateriebeauftragte, und wir erklären euch, wie Piraterie im Internet funktioniert, und dann macht ihr das selber. Verdienen wir als Lisheenageeha Consulting Ltd. ein bisschen was mit Beratung (oder einem Handbuch), aber letztlich kommt es euch billiger (und wir müssen wir uns nicht mit diesem langweiligen Scheiß beschäftigen). Hat nur begrenzt geklappt, aber könnte sich mangels Konkurrenz wieder ändern. Andererseits vermisse ich GVU und Caspar schon jetzt - ohne Konkurrenz macht das doch alles keinen Spaß!

Das mag so sein. Moralische Appelle. Theoretisch. - Praktisch sehe ich das nicht oder nur sehr begrenzt. Spätestens, seit ich mir mal genauer angeschaut habe, nach welchen Themen die armen, armen Piraterie-Konsumenten bei der Stiftung Warentest vor allem suchen (Anlagetips, Fragen rund um das Eigenheim, High-end-whatever etc.), bin ich ent-täuscht (gebe mich keinen Täuschungen mehr hin). Sehe auch an mir selber, dass es mich nicht gerade lockt, Paywalls mittels Knete zu durchbrechen. Warum Künstler, Schreiber etc.unterstützen, wenn man bei Youtube für umme bei sonstwas rumdödeln kann? Geiz ist geil! (Und erzeugt Krebs, falls ich das als Laienmediziner mal sagen darf.)

Heute Abend um 20 Uhr MEZ gibt mein Freund und (extrem talentierter) Mitmusiker John Kameel Farah ein Paywall-Konzert (ich bin natürlich auf der Gästeliste):

EVENT PAGE : https://act4music.org/events/songs-from-we-the-north/

PRODUCT PAGE : https://act4music.org/product/songs-from-we-the-north/
(Where viewers can buy tickets)

CONCERT PAGE : https://act4music.org/songs-from-we-the-north/
(Where viewers can access the videos if they have already bought tickets)

Es gibt so einige (re)-upload-Skripte, die sogar funktionieren! Letztendlich kommt es doch erstmal drauf an, ob der Filehoster eine vernĂĽnftige API zur VerfĂĽgung stellt - den ohne dem, nutzt dir auch das beste Skript nichts :wink:
Und die wirklich guten Skripte kosten auch entsprechend viel Geld und sind heutzutage schon recht professionell aufgezogen.
Attributor sagt mir irgendwas…ich meine, die sind aber doch schon lange weg vom Fenster! Die verbreitete Idee war glaube ich, dass die Firma die Nutzung von markierten Dateien nach verfolgen könnte - also quasi die Live-Verfolgung im Netz von Urheberrechtsverletzungen?

Markierte Dateien - hinter Captchas - nutzen Dir in dieser Hinsicht gar nichts. Das ist/war Marketing-Mummpitz von Quatsch mit einer ordentlichen Portion Soße. Hat sich aber aus irgendwelchen kulinarischen Gründen verkauft. Wer will, ökonomisch gesehen, richten, wenn Kalifornier am Strand rumhängen und damit Geld verdienen? Wenn es die Kunden kaufen?

Ob es tatsächlich, hinsichtlich Effektivität oder gar Effizienz, was für Kunden bringt, sind Fragen für ganz andere Abteilungen. Ist dem Marketing doch komplett egal. There is no business like business!

Ja, und dann kosten die Reupload-Skripte auch noch Geld! Anti-Abmahnanwälte-Anwälte übrigens auch.